Einfach nur Spaß

Auch das hier ist kein Hunderennen oder gar eine illegale Hetzjagd (s. auch : 9.2.2013: „Toben mit den Flusen„). Vielmehr haben die drei Jungspunde wieder einmal richtig Spaß. Nicht vergessen, es sind Windhunde, sie lieben das Rennen, Laufen und Flitzen.

 

Bewusstes Plagiat oder bedauernswerte Fantasielosigkeit?

Wir alle kennen unsere Hunde sehr genau.

Wir wissen um ihre einzigartigen Charaktere und liebevollen Eigenarten. Es fällt uns leicht, diese Wesen in wenigen prägnanten Sätzen zu beschreiben. So haben wir unseren Dari im Rahmen der Ehrung des S+L-Championats in der Verbandszeitschrift „Unsere Windhunde“ vom November 2012 u.a. wie folgt beschrieben:

Er ist einfach ein Prinz Charming. Auch wenn er oft im Schatten seines erfolgreichen Bruders zu stehen scheint, hat er auf seinen bisher wenigen Ausstellungen und Coursings bewiesen, dass er sich im Vergleich nicht verstecken muss

Und andere?

Eine sehr kleine Minderheit von Whippetbesitzern scheint ihre Hunde nicht so genau zu kennen. Sie sind nicht in der Lage, deren Persönlichkeit mit eigenen Worten zu erfassen. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich unser o.g. Passus in der aktuellen „UW“ ebenfalls bei der Anzeige zum S+L-Championat eines anderen Whippets wiederfindet?

Nein, wir wollen präzise sein. Das Wort „Bruder“ wurde durch „Halbbruder“ ersetzt. Damit haben wir im Rahmen dieses Satzes immer noch eine Übereinstimmung von 97%. Für deutlich weniger wurden schon ganz andere geguttenbergt.

Vermutlich kennt der Besitzer seinen Hund nicht gut genug, um dessen Charakter beschreiben zu können. Oder ist es nur eine bedauernswerte Fantasielosigkeit, eine Art partieller Vokabelamnesie? (Edit: doppelte Negation entfernt, Danke für den Hinweis)

Wir wollen nicht soweit gehen, einen anderen Anlass zu unterstellen, auch wenn es sich eindeutig um einen rechtlich relevanten Verstoß gegen das Urheberrecht handelt.

Alles ist relativ

Alles ist relativ“ ist bei A. Einstein zu lesen. Allerdings kann man von der Relativität eine sehr individuelle Auffassung haben. Sind die mindestens 50 Veranstaltungen, die der betreffende Whippet in den letzten zwei Jahren besucht hat (Quelle: Homepage des Besitzers), relativ viel oder relativ wenig? Zumindest wir halten die Aussage seines Besitzers: „… auf seinen bisher wenigen Ausstellungen und Coursings …“ für relativ untertrieben.

Alles Gute

In jedem Fall freuen wir uns, dass wir unsere Hunde so gut beschreiben können, dass Dritte dazu neigen, diese Formulierungen als Vorlage zu verwenden. In jedem Fall wünschen wir dem sehr schönen und eleganten Whippet alles Gute. Sicherlich ist er ein Herzensbrecher – hoffentlich weiß das auch sein Herrchen.

Mögen Euch die eigenen Worte nie ausgehen

Jürgen Bürger

 

 

Toben mit den Flusen

Beisserei, Hetzjagd, Hundekämpfe?

Mitnichten – was hier zu sehen ist, sind drei jugendliche Halbstarke in einem ausgelassenen Jagdspiel.

Auch wenn eine Tendenz zum Mobbing erkennbar ist, das sie ihr Macho-Gehabe nicht ernst meinen, ist an den bewusst heruntergezogenen Lefzen deutlich sichtbar.  Die flankierenden Hunde sind bemüht, ihre oberen Eckzähne nicht zu zeigen, um nicht den kleinsten Anschein von Aggressivität zu erwecken

 

Auch wenn es danach aussieht, die Kehle unseres Howies (re.) wird auch nicht im geringsten berührt. Sehr schön zu sehen sind auch hier die bedeckten Zähne bei dem linken Hund.

 

Und hier? Von heruntergezogenen Lefzen ist bei dem mittleren Hund nicht viel zu sehen. Trotzdem handelt es sich nicht um Aggressionen. Vielmehr fühlt sich der mittlere Hund in der unterlegenen Position bedrängt und sagt deutlich seine Meinung.

 

Howie erkennt die Situation und wendet sich ab. Die jugendlichen Hunde testen hier ihr Kommunikationsverhalten und die Reaktion der anderen Hunde auf spielerische Art und Weise. Wenn man solche Spiele unterbindet, nimmt man dem Hund jede Möglichkeit, Erfahrung im Umgang mit Artgenossen zu sammeln. Genau diese Hunde sind als Erwachsene dann gefährlich oder gefährdet.

 

Natürlich sollte man so etwas gelassen aber trotzdem aufmerksam beobachten. Wird ein einzelner Hund zu sehr gemobbt oder bedrängt, kann dass in echte (Verteidigungs-)Aggressionen umschlagen. Das Bild ändert sich dann schlagartig: die Nase klappt nach oben und entblößt die Schneide- und Eckzähne, weitere Zähne sind nicht zu sehen. Die Ohren klappen nach hinten. In der Anfangsphase sieht das ungefähr so aus:

 

Warum habe die Bilder erst im Nachhinein kommentiert? Zum einen, weil ich aus Zeitmangel bislang nicht dazu gekommen bin. Zum anderen aber, weil ich auf die Aufnahmen und die Möglichkeit einer Fehlinterpretation angesprochen wurde.

Also bitte nichts weiter in die Bilder interpretieren, was nicht wirklich vorhanden ist.